22. Kompolize Sommer 2024

Amit MashiachPreisträger des 22. Internationalen Kompositionswettbewerbs Kompolize Sommer 2024 ist Amit Mashiach mit seinem Werk (Not) An Hommage (2022). Die Uraufführung durch das Lietzeorchester findet am Donnerstag, 11. Juli 2024, 20 Uhr, und am Samstag, 13. Juli 2024, 19 Uhr, in der Emmaus-Kirche in Berlin-Kreuzberg statt. Eine weiteres Mal wird (Not) An Hommage am Sonntag, 8. September 2024, 11 Uhr, in der Freilichtbühne an der Zitadelle Berlin-Spandau zu hören sein.

Amit Mashiach, geboren 1997, ist ein israelischer Komponist. Sein Werk Russian Variations, mit dem er sich bereits 2023 bei Kompolize beworben hatte, führte er kürzlich gemeinsam mit dem Pianisten Matan-el Ozeri in einer Version für zwei Klaviere im Eden-Tamir Music Center in Jerusalem auf. Die Uraufführung wurde vom Radiosender Kan Kol HaMusica live übertragen. Weitere Werke wurden von herausragenden Interpreten im Rahmen des BMSM Contemporary Music Workshop (Workshop für zeitgenössische Musik an der Buchmann-Mehta-Musikhochschule) an der Universität Tel Aviv aufgeführt.
Amit Mashiach absolvierte einen Bachelor in Komposition und Musikwissenschaft an der Buchmann-Mehta-Musikhochschule, wo er bei Josef Bardanashvilli studierte. Zu seinen ProfessorInnen gehörten namhafte israelische KomponistInnen wie Ruben Seroussi, Hadas Pe'ery und andere. Des Weiteren ist Amit Mashiach als Pianist tätig und führt vor allem zeitgenössische Musik von sich sowie von Kolleginnen und Kollegen auf. Er studiert Klavier bei Natasha Tadson.

Über sein Werk schreibt Amit Mashiach:

(Not) An Hommage rekurriert auf die Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mendelssohn gilt als einer der bedeutendsten Komponisten in der Geschichte der westlichen Musik, obwohl er nicht als Neuerer bekannt ist. Vielmehr galt er schon zu seiner Zeit als konservativ. Dennoch hat er einen einzigartigen, leicht erkennbaren Stil. In (Not) An Hommage habe ich musikalische Ideen und stilistische Merkmale der Musik Mendelssohns aufgegriffen und versucht, sie durch einen modernen Zugang neu zu kontextualisieren – nicht als Hommage an den Komponisten (daher der Titel), sondern eher als Versuch, seine Relevanz für unsere Zeit herauszuarbeiten. Das Eröffnungsmotiv von (Not) An Hommage stammt aus der Coda des letzten Satzes von Mendelssohns Symphonie Nr. 3 und taucht an zentralen Stellen des Werks wieder auf.